Pflegehilfsmittel

§ 40 SGB XI

Unter Pflegehilfsmitteln versteht man Geräte und Sachmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind, diese erleichtern und dazu beitragen, dem pflegebedürftigen Menschen eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.

Die Pflegekasse oder Krankenkasse unterscheidet:

Technische Pflegehilfsmitteln:

Technische Pflegehilfsmittel werden vorrangig leihweise zur Verfügung gestellt.

 Dazu gehören z. B.

  • Pflegebett
  • Toilettenstuhl
  • Duschstuhl
  • Lagerungshilfen
  • Rollstuhl
  • Rollator
  • Hausnotrufsystem

Pflegeverbrauchsmittel:

Pflegeverbrauchsmittel werden von der Pflegekasse zur Verfügung gestellt. 

Dazu gehören z. B. 

  • saugende Bettschutzeinlagen
  • Einmalhandschuhe, Fingerlinge
  • Schürzen
  • Mundschutz
  • Desinfektionsmittel

Es gelten folgende Voraussetzungen:

  • Pflegegrad 1 bis 5 liegt vor
  • Die Versorgung erfolgt zu Hause, im ambulant betreuten Wohnen oder einer Pflege-WG 
  • Die Pflege wird von einer privaten Person (z.B. Angehörige, Verwandte, Freunde) durchgeführt

           (Ein zusätzliches Hinzuziehen eines ambulanten Pflegedienstes ist trotzdem möglich)

 

Kostenübernahme durch die Pflegekasse:

  • Die Kosten für Pflegehilfsmittel werden von der Pflegeversicherung übernommen, wenn keine Leistungsverpflichtung der Krankenkasse besteht.
  • Das Pflegehilfsmittel-Verzeichnis der Pflegekassen informiert darüber, welche Pflegehilfsmittel zur Verfügung gestellt, beziehungsweise leihweise überlassen, werden.
  • Zu den Kosten für technische Pflegehilfen muss die pflegebedürftige Person einen Eigenanteil von zehn Prozent, maximal jedoch 25,00 € Euro zuzahlen.
  • Größere technische Pflegehilfsmittel werden oft leihweise überlassen, so dass eine Zuzahlung entfällt.
  •  Die Kosten für Pflegeverbrauchsmittel werden bis zu 40,00 € pro Monat nach Antragsstellung von der Pflegekasse erstattet.